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Feuchtigkeitsmessverfahren

Die von uns im normalen Alltag eingesetzten Messverfahren beruhen grundsätzlich alle auf dem Verfahren der Vergleichsmessung. Das bedeutet, es wird nicht der absolute Wassergehalt eines Bauteils ermittelt, denn das wäre ohne eine genaue Materialanalyse nicht möglich. Wir suchen uns einen Referenzwert an einem gleich aufgebauten Bauteil, welches nicht vom Wasser betroffen ist, und vergleichen die Messergebnisse mit den zu untersuchenden Gebäudeteilen. Dies ist im Allgemeinen die schnellste Möglichkeit, sich einen Überblick über den Feuchtigkeitsverlauf zu verschaffen. Nur wenn das nicht ausreicht, werden andere Verfahren zur Bestimmung des absoluten Wassergehalts herangezogen.
Auf dem linken Foto sind verschieden Elektrodenpaare zur Widerstandsmessung abgebildet. Das bedeutet, über das Messgerät wird der Widerstand des Bauteils zwischen den zu setzenden Elektroden gemessen. Misst man an vergleichbaren Bauteilen, verringert sich der Widerstand umso mehr Wasser aufgenommen wurde. Das Messgerät zeigt dann höhere Werte in "Digits" an.
Auf dem mittleren Foto oben quer liegt ein Stab, mit welchem die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur gemessen werden kann. Darunter eine Kugelkopfelektrode deren Messprinzip auf der Veränderung der Dielektrizitätskonstante eines Bauteils bei Feuchtigkeitsaufnahme beruht.
Auf dem rechten Foto ist ein Mikrowellenmessgerät abgebildet. Dieses Verfahren gehört ebenso zu den dielektrischen Messmethoden. Hierbei wird der Unterschied zwischen der Dielektrizitätskonstante von Wasser und den übrigen Baustoffen gemessen. Die beiden abgebildeten Messköpfe haben dabei eine unterschiedliche Eindringtiefe - rechts außen 2 bis 3cm, der linke Messkopf misst bis zu 30cm tief ins Material.
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